Unsere Geschichte

Hintergrund

grid_transmissionDer europäische Strommarkt entwickelt sich schnell. Liberalisierung, Internationalisierung, Produktdifferenzierung und vieles mehr. Diese schnelle Entwicklung hat nicht nur Möglichkeiten geschaffen, sondern auch eine Menge neuer Fragen aufgeworfen:

Wie kann ich von einem Stromlieferanten zu einem anderen wechseln? Wie ist es möglich, Ökostrom zu wählen, wenn wir doch alle Strom aus demselben Stromnetz bekommen? Welchen Lieferanten und welche Produkte soll ich wählen? Und wenn ich Ökostrom kaufe, wie beeinflusst dies meine persönlichen CO2-Emissionen?

Heute gibt es auf diese grundlegenden Fragen in den verschiedenen Teilen der EU sehr unterschiedliche Antworten. Unterschiedliche Länder haben unterschiedliche Traditionen und öffentliche Meinungen. Es gibt auch große Unterschiede im Grad der Integration von Ländern in den europäischen Markt. Dies ist nicht nur ein Problem für internationale Großkunden, sondern auch für kleine, lokale Verbraucher. Die meisten Kunden, die Ökostrom kaufen, tun dies, weil sie etwas verändern wollen. Aber wie können Verbraucher auf dem riesigen europäischen Markt etwas verändern, wenn sie in verschiedenen Ländern unterschiedliche und sogar widersprüchliche Anregungen und Ratschläge bekommen?

Bis vor kurzem koordinierte keiner die Positionen der nationalen und regionalen Umweltorganisationen und Verbraucherverbände. Aber das hat sich jetzt geändert.

Ein europäischer Ansatz

Im Jahr 2010 entschieden sich Bellona Russland, der estnische Naturfonds, der lettische Naturfonds, die finnische Vereinigung für Naturschutz, Ecoserveis und AccioNatura aus Spanien sowie 100% Energia Verde und REEF aus Italien, zusammenzuarbeiten, um ein internationales Umweltzeichen für Strom zu entwickeln.

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Beim RECS Market Meeting 2012 (Amsterdam) haben wir dem Stromsektor unseren ersten Entwurf präsentiert. Teilnehmer von links nach rechts: Mieke Langie (WindMade), Steven Vanholme (EKOenergie), Ivan Scrase (RSPB), Jennifer Martin (Green-e), Eero Yrjö-Koskinen (Finnish Association for Nature Conservation) und Jared Braslawsky (RECS International).

Die Partner starteten das Projekt RES-E – Creating a renewable electricity standard for Europe. Von Beginn an waren Transparenz und Einbindung wichtige Eckpunkte des Prozesses. RES-E folgte dieser Prozedur, vorgegeben durch den ISEAL Code of Good Practice for Setting Social and Environmental Standards. Der Prozess war zudem inspiriert durch den Ansatz des nordamerikanischen Green-e Labels.

Im Zeitraum zwischen September 2011 und September 2012 wurden über 400 Interessengruppen konsultiert: Produzenten, Versorger, Konsumenten, Umweltorganisationen und Behörden.

Im Sommer 2012 fasste das Sekretariat des RES-E Projekts alle Reaktionen, Vorschläge und Kommentare in einer „Aufgabenstellung“ zusammen. Und von September bis November 2012 organisierte es eine öffentliche Anhörung zu diesem Text. Unmittelbar im Anschluss an diese Anhörung beschlossen die beteiligten Umweltschutzorganisationen, das EKOenergie Netzwerk zu gründen. Es wurde eine Beratergruppe ins Leben gerufen, um die Pläne ein weiteres Mal kommentieren zu lassen. Am 23. Februar 2013 genehmigte der  EKOenergie-Vorstand den Text  ‘EKOenergie – Netzwerk und Label’.

Umsetzung

2013: Dieses Jahr war der Beginn von EKOenergy. Das Sekretariat wurde eingerichtet, um das Label zu verwalten und zu bewerben. Ein Team internationaler Trainees und Freiwilliger wurde eingesetzt. Durch dieses multilinguale Team können wir auch Anfragen in Ihrer Sprache beantworten. Zu Beginn lag unser Fokus jedoch auf Finnland, Spanien, Italien und Lettland.

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2014: Hier waren wir an mehreren Fronten aktiv. Das EKOenergie-Netzwerk erweiterte sich auf die Länder Deutschland, Frankreich und Polen. Wir begannen unsere Arbeit in sozialen Netzwerken und schlossen uns der Global 100 % renewable energy Kampagne an. Außerdem spendeten wir unsere ersten Einnahmen aus dem Klimafonds an ein Solarprojekt in Tansania.

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2015: Die Anzahl der neuen Mitglieder und Lizenznehmer stieg rapide an. Wir haben eine Kooperation mit zwei asiatischen NGOs und einem taiwanesischen Stromanbieter aufgebaut. Neue Projekte wurden gestartet, wie z.B. ein Projekt mit Schwerpunkt auf Ökostromverkäufen in Russland.

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2016: Das von der EU finanzierte LIFE Projekt, das sich auf die Renaturierung von finnischen Flüsse konzentriert, hat begonnen. Außerdem führten wir eine erfolgreiche Kampagne zusammen mit Protect Our Winters Finland durch, um den Skisport-Sektor auf erneuerbare Energien aufmerksam zu machen. Eine weitere Kampagne für den Brauerei-Sektor begann in Spanien und Italien.

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2017: EKOenergie entwickelte sich in vielerlei Hinsicht weiter. In vielen Ländern wurden weitere Kampagnen gestartet, des Weiteren konnten mehr Klimafonds- und Umweltfonds-Projekte denn je gefördert werden. EKOenergie wuchs um etwa 50-60% in den bereits bekannten Märkten und begann, in neuen, noch unbekannten Ländern zu arbeiten.

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